Wiener Schnitzel
Hauchdünn geklopftes Kalbfleisch, gold-braun in Butterschmalz gebacken. Das berühmteste Schnitzel der Welt – und ein Stück österreichischer Identität.
Zum Rezept →Wiener Schnitzel, Apfelstrudel, Sachertorte und Kaffeehaus-Kultur – die österreichische Küche zelebriert die Eleganz des Habsburger Kaiserreichs bis heute.
Es gibt wenig Gerichte, die so symbolhaft für ein Land stehen wie das Wiener Schnitzel für Österreich. Goldgelb, hauchdünn geklopft, in Butterschmalz schwimmend gebacken – ein Werk handwerklicher Präzision. Doch das echte Wiener Schnitzel ist immer aus Kalbfleisch. Wer mit Schweinefleisch arbeitet, muss es „Schnitzel Wiener Art" nennen – das ist sogar gesetzlich geregelt. Dieses Detail erzählt viel über die österreichische Küche: Tradition wird hier nicht nur gepflegt, sie wird verteidigt.
Die Wurzeln liegen im Habsburger Kaiserreich, das von 1273 bis 1918 ein Vielvölkerstaat war: Ungarn, Böhmen, Italien, Polen, Kroatien, Galizien – alle haben ihre Kochtraditionen nach Wien gebracht. Daraus wurde die Wiener Küche: Gulasch aus Ungarn, Knödel aus Böhmen, Strudel aus dem Osmanischen Reich, Polenta aus Italien. Im Wiener Kaffeehaus konnte man (und kann man bis heute) zwanzig verschiedene Mehlspeisen bestellen – jede hat ihre eigene Geschichte.
Die Mehlspeisen-Kultur ist das wahre Erbe Österreichs. Apfelstrudel, der Teig hauchdünn ausgezogen, dass man die Zeitung darunter lesen können soll. Sachertorte, das Schokolade-Aprikosen-Wunder, das einen Streit zwischen Hotel Sacher und Demel bis vor das Höchstgericht trieb. Kaiserschmarrn, ursprünglich für Kaiser Franz Joseph erfunden. Diese Süßspeisen sind nicht Nachtisch – sie sind oft die Hauptmahlzeit, getragen von einem Glas Schaumwein oder Melange.
Und natürlich der Tafelspitz – das gekochte Rindfleisch in Brühe, das Kaiser Franz Joseph fast täglich zum Mittagessen aß. Mit Apfel-Kren, Schnittlauchsoße und Erdäpfelschmarrn ist es das Inbegriff der Wiener Küche: einfach, perfekt, ohne Schnörkel. Heute findet man das Beste in den großen Wiener Kaffeehäusern, in den Heurigen-Stuben des Wienerwalds, und in den steirischen Almhütten.
„Die Wiener Küche ist die einzige Küche der Welt, die nach einer Stadt benannt ist – und das aus gutem Grund." — Joseph Wechsberg, Kulinarik-Autor
Drei Gerichte, die das Herz der österreichische küche zeigen – authentisch, traditionell, unverfälscht.
Hauchdünn geklopftes Kalbfleisch, gold-braun in Butterschmalz gebacken. Das berühmteste Schnitzel der Welt – und ein Stück österreichischer Identität.
Zum Rezept →
Fluffiger Pfannkuchen, in Stücke gerissen, karamellisiert, mit Puderzucker und Apfelmus. Die süße Mehlspeise aus Kaiser Franz Josephs Zeiten.
Zum Rezept →
Mit gerösteten Mandeln und Streuseln – inspiriert vom Apfelstrudel, aber als Kuchen einfacher zu backen. K.u.K-Kaffeehaus-Tradition.
Zum Rezept →Geprüfte Originalrezepte – mit Schritt-für-Schritt-Anleitung und allen Tipps der traditionellen Küche.
Hauchdünn geklopft, in Butterschmalz schwimmend gebacken.
Karamellisierter Pfannkuchen mit Puderzucker.
Mit Mandelblättchen und Streuseln – Kaffeehaus-Klassik.
Kräftig, mit Paprika und zartem Rindfleisch.
Goldbraun mit Vanillesoße – Süßspeisen-Tradition.
Was die österreichische küche unverwechselbar macht – die Grundzutaten, die in fast jedem Rezept eine Rolle spielen.
Pflicht für das echte Wiener Schnitzel – ohne keine Authentizität.
Zum Backen des Schnitzels – höhere Erhitzbarkeit als Butter.
Für die hauchdünne Strudelhülle – muss elastisch sein.
Säuerlich und fest – ideal für Strudel und Mehlspeisen.
Aus Ungarn nach Wien – Basis für Gulasch und Letscho.
Für Sachertorte – die Schmelzigkeit muss perfekt sein.
Grüner Veltliner zum Schnitzel, Sturm im Herbst, Heuriger im Wienerwald, ein Glas Sekt zum Kaiserschmarrn – Österreich trinkt mit Stil.
Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat) zum Schnitzel, Apfelmus zum Kaiserschmarrn, Knödel zum Sauerbraten, Schlagobers zum Apfelstrudel.
Wiener Opernball, Sankt-Anna-Tag, Weihnachtsmärkte, Heurigen-Saison ab August – Österreich feiert sein kulinarisches Erbe ganzjährig.