Schwäbische Maultaschen
Das schwäbische Welterbe: Pasta gefüllt mit Brät, Spinat und Brot. Die berühmten „Herrgottsbescheißerle" – seit dem 17. Jahrhundert ein Klassiker.
Zum Rezept →Maultaschen, Spätzle, Käsknöpfle und Linsen – die schwäbische Küche feiert Handwerk, Sparsamkeit und unvergleichlichen Geschmack zwischen Schwarzwald und Bodensee.
Die Schwaben sind sparsam – das hört man oft, manchmal mit einem Augenzwinkern. Doch genau aus dieser Sparsamkeit ist eine der raffiniertesten Küchen Europas entstanden. Maultaschen, der berühmte schwäbische Pasta-Klassiker, sind das beste Beispiel: Im 17. Jahrhundert wollten die Maulbronner Klosterbrüder während der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten – also versteckten sie es kurzerhand im Teig. Der Spitzname „Herrgottsbescheißerle" („Herrgott-Bescheißerlein") hat überlebt, das Rezept auch.
Das eigentliche Heiligtum der Schwaben sind aber die Spätzle. Echte Spätzle werden vom Brett geschabt – nicht gepresst, nicht aus dem Beutel. Eine schwäbische Köchin, die ihre Tochter nicht das Schaben gelehrt hat, hat eigentlich versagt. Mit Käse überbacken werden sie zu Kässpätzle (oder Käsknöpfle, wenn sie kürzer sind), mit Linsen und Saitenwürstchen zur deftigsten Mahlzeit der Region. Es heißt: „Wer keine Spätzle kann, kann nicht kochen."
Die schwäbische Küche ist eine Küche der Reste-Verwertung im allerbesten Sinne. Aus übrig gebliebenem Brot wird Brotsuppe oder Knödel. Aus alten Spätzle werden Gaisburger Marsch (mit Rindfleischbrühe und Kartoffeln). Aus dem Schweinemagen wird der Saumagen – nichts wird weggeworfen, alles veredelt. Diese Philosophie der Wertschätzung hat aus karger bäuerlicher Kost eine Hochküche gemacht.
Und dann ist da noch der Zwiebelkuchen mit Federweißem im Herbst – ein Ritual, das vom Schwarzwald bis zum Bodensee zelebriert wird. Wenn die ersten kühlen Nächte kommen, riecht ganz Württemberg nach Speck, Zwiebeln und neuem Wein. Schwaben ohne Zwiebelkuchen im September ist wie Sommer ohne Sonne.
„Schaffe, schaffe, Häusle baue – und wenn dann no Spätzle dazu komme, isch's perfekt.“ — Schwäbische Volksweisheit
Drei Gerichte, die das Herz der schwäbische küche zeigen – authentisch, traditionell, unverfälscht.
Das schwäbische Welterbe: Pasta gefüllt mit Brät, Spinat und Brot. Die berühmten „Herrgottsbescheißerle" – seit dem 17. Jahrhundert ein Klassiker.
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Selbstgeschabte Spätzle, geschmolzener Bergkäse, geröstete Zwiebeln – das Komfort-Essen schlechthin aus dem Allgäu.
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Mit Speck, Zwiebeln und Sahneguss – der Klassiker zum Federweißen, wenn der erste Wein im Keller bröselt.
Zum Rezept →Geprüfte Originalrezepte – mit Schritt-für-Schritt-Anleitung und allen Tipps der traditionellen Küche.
Original mit Brät, Spinat und Brot – die echten Herrgottsbescheißerle.
Selbstgemacht mit Bergkäse und gerösteten Zwiebeln.
Pflicht zum Federweißen – mit Speck und Sahneguss.
Original mit Brühe, ohne Mayo – wie es die Großmutter machte.
Schwäbischer Eintopf mit Spätzle, Kartoffeln und Rindfleisch.
Der weltberühmte Klassiker aus dem Schwarzwald.
Was die schwäbische küche unverwechselbar macht – die Grundzutaten, die in fast jedem Rezept eine Rolle spielen.
Die Basis für Spätzle, Maultaschen und Knöpfle.
Mindestens 4 pro Spätzle-Teig – die Farbe verrät die Qualität.
Pflicht für Käsespätzle – kräftig, leicht würzig, schmilzig.
Berglinsen für „Linsen mit Spätzle und Saiten" – die Schwaben-Heilige.
Geröstet auf Käsespätzle, im Zwiebelkuchen unverzichtbar.
In Linsen, Maultaschen und auf Zwiebelkuchen.
Trollinger zum Vesper, Lemberger zum Braten und Federweißer zum Zwiebelkuchen – Württemberg trinkt seinen eigenen Wein, und das aus gutem Grund.
Kartoffelsalat (mit Brühe!), Saure Linsen, Apfelkompott zum Mehlspeise und Sauerkraut zum Saiten-Würstle.
Cannstatter Volksfest, Stuttgarter Frühlingsfest, Maultaschen-Tag (Karfreitag) und Zwiebelkuchenfest im Herbst.