Rheinischer Sauerbraten
Süß-sauer mariniert, mit Rosinen und Lebkuchen-Soße. Das Wahrzeichen der rheinischen Küche – weltberühmt und liebevoll umstritten.
Zum Rezept →Süßsauer, lebenslustig, weltoffen – die rheinische Küche verbindet Karneval, Weinkultur und ehrliches Handwerk zu einem unverwechselbaren Geschmackserlebnis.
Es gibt wenige Gerichte, die so leidenschaftlich diskutiert werden wie der Rheinische Sauerbraten. Mit oder ohne Rosinen? Mit Lebkuchen oder mit Pumpernickel in der Soße? Im Rheinland gilt: Wer keine Rosinen verwendet, hat den Sauerbraten nicht verstanden. Diese süß-saure Kombination kommt aus dem Mittelalter, als die rheinischen Kaufleute mit Gewürzen, Trockenfrüchten und exotischen Zutaten Handel trieben. Die Soße erzählt von Hanse-Routen und Kreuzzügen.
Die rheinische Küche ist eine Küche der Geselligkeit. Im Brauhaus, beim Karneval, am Rhein-Ufer – hier wird gegessen, was sich teilen lässt. Reibekuchen mit Apfelmus, frisch aus der Pfanne. Halver Hahn (Roggenbrot mit Käse), den jeder Düsseldorfer Kellner mit einem Augenzwinkern serviert. Currywurst und Pommes nach dem nächtlichen Karneval. Hier wird das Essen nicht zelebriert, hier wird es gefeiert.
Eine besondere Rolle spielt der Rhein und die Mosel. Die Weinhänge des Mittelrhein- und Moselgebiets gehören zu den ältesten Anbaugebieten Europas – die Römer haben hier schon Riesling angebaut. Bis heute prägt der Wein die Küche: helle, säurebetonte Soßen, Riesling-Saucen zu Fisch, Federweißer-Zwiebelkuchen im Herbst. Und natürlich der berühmte rheinische Spruch: „Et hätt noch immer jot jejange" – es ist immer gut gegangen, also: keine Sorge, iss und trink, was schmeckt.
Heute findet man im Rheinland alles: das urgemütliche Brauhaus mit Sauerbraten und Kölsch, die Sterne-Restaurants in Düsseldorf, die Imbiss-Buden am Rhein, die Karneval-Bütterchen mit allerlei Köstlichkeiten. Das Geheimnis: keine falsche Bescheidenheit, viel Genuss, und immer ein Glas Wein dazu.
„Drink doch ene met, stell dich nit esu an." – Trink doch einen mit, stell dich nicht so an. — Bläck Fööss / Kölner Karnevalslied
Drei Gerichte, die das Herz der rheinische küche zeigen – authentisch, traditionell, unverfälscht.
Süß-sauer mariniert, mit Rosinen und Lebkuchen-Soße. Das Wahrzeichen der rheinischen Küche – weltberühmt und liebevoll umstritten.
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Kartoffelpüree mit Apfelmus und Blutwurst – „Himmel und Erde" auf einem Teller. Rheinische Komfortküche in ihrer reinsten Form.
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Knusprig in der Pfanne gebraten, mit Apfelmus oder Lachs. Die Imbiss-Tradition vom Rhein – simpel und unwiderstehlich.
Zum Rezept →Geprüfte Originalrezepte – mit Schritt-für-Schritt-Anleitung und allen Tipps der traditionellen Küche.
Süß-sauer mit Rosinen und Lebkuchen-Soße – das Original.
Kartoffelpüree mit Apfelmus und Blutwurst.
Knusprig gebraten, mit Apfelmus oder Lachs.
Klassischer Spargel mit selbstgemachter Hollandaise.
Dünn, knusprig, mit Schmand, Speck und Zwiebeln.
Was die rheinische küche unverwechselbar macht – die Grundzutaten, die in fast jedem Rezept eine Rolle spielen.
Tagelang in Essig-Wein-Marinade eingelegt für Sauerbraten.
Das süße Geheimnis der rheinischen Sauerbraten-Soße.
Bindet die Sauerbraten-Soße – jede Familie schwört auf eine Variante.
Für Reibekuchen, Himmel un Ääd, Kartoffelpüree.
Boskoop für Apfelmus, gehört zu Reibekuchen und Himmel un Ääd.
Säure-betont, perfekt zu Fisch und Federweißer-Zwiebelkuchen.
In Köln Kölsch (obergärig, mild), in Düsseldorf Altbier (dunkel, malzig). Die ewige Rivalität – beides perfekt zur rheinischen Küche.
Kartoffelklöße zum Sauerbraten, Apfelmus zu Reibekuchen, Roggenbrot zu Halver Hahn – Tradition mit jedem Bissen.
Karneval (Rosenmontag, Weiberfastnacht), Schützenfeste, Federweißer-Zeit, Schunkel-Abende im Brauhaus – das ganze Jahr ein Fest.