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Der Rheinische Sauerbraten ist berühmt für seine einzigartige süß-saure Soße. Früher oft aus Pferdefleisch zubereitet, wird heute meist Rindfleisch verwendet. Die Soße erhält ihre Bindung und typische Süße durch Rosinen, Apfelkraut und zerbröselte Aachener Printen oder Soßenlebkuchen.
Eine rheinische Spezialität
Sauerbraten ist für mich der Inbegriff von Gemütlichkeit. Die rheinische Variante hat durch die Kombination von säuerlicher Marinade und süßen Elementen in der Soße einen ganz besonderen Charakter.
Das Zusammenspiel von Rosinen, einem Löffel Apfelkraut und würzigen Printen in der Soße ist einfach unvergleichlich. Am besten schmeckt er aufgewärmt am zweiten Tag, zusammen mit Kartoffelklößen und einem fruchtigen Apfelrotkohl.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Unverwechselbarer süß-saurer Geschmack
- Herrlich zartes Fleisch dank der langen Marinierzeit
- Klassisches rheinisches Festtagsgericht
- Die Soße mit Rosinen und Printen ist ein absolutes Gedicht
Allergene
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Küchengeräte
Zutaten
Für die Beize & das Fleisch
- 1000 g Rinderbraten
- 400 ml Rotweinessig
- 400 ml Wasser
- 1 Bund Suppengrün
- 2 Zwiebeln
- 3 Lorbeerblätter
- 1 TL Senfkörner
- 5 Nelken und Wacholderbeeren
Für die Soße
- 2 EL Butterschmalz
- 50 g Rosinen
- 2 EL Apfelkraut
- 3 Aachener Printen
- Salz und Pfeffer
Für die Soße
- 2 EL Butterschmalz
- 50 g Rosinen
- 2 EL Apfelkraut
- 3 Aachener Printen
- Salz und Pfeffer
Zubereitung: So geht’s

Rindfleisch in einer Mischung aus Essig, Wasser, Zwiebeln und Gewürzen (Lorbeer, Nelken, Pfeffer) einlegen. Für den echten Geschmack 3-5 Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
Fleisch herausnehmen und gut abtrocknen. In einem Bräter rundherum kräftig anbraten. Das Gemüse aus der Marinade abtropfen und kurz mitrösten.
Mit der durchgesiebten Marinade und Rinderfonds ablöschen. Zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 2,5 Stunden sanft schmoren.
Fleisch herausnehmen. Soße passieren, Rosinen und zerbröselte Printen (oder Saucenlebkuchen) sowie Zuckerrübensirup (Rübenkraut) einrühren. Kurz aufkochen.
Rheinischer Sauerbraten
Fleisch & Beize
- 1000 g Rinderbraten
- 250 ml Rotweinessig
- 250 ml Wasser
- 1 Bund Suppengrün & Zwiebel
- 2 Lorbeerblätter & Nelken
Rheinische Soße
- 50 g Rosinen
- 2 EL Zuckerrübensirup
- 3 Aachener Printen
- 500 ml Rinderfond
- Butterschmalz
Zubereitung
- Essig, Wasser, grob geschnittenes Suppengrün, geviertelte Zwiebeln und Gewürze aufkochen. Die Beize abkühlen lassen.
- Das Fleisch in die Beize legen und abgedeckt für 4-5 Tage im Kühlschrank marinieren, dabei täglich wenden.
- Fleisch aus der Beize nehmen und abtrocknen. Beize durch ein Sieb gießen, Flüssigkeit und Gemüse auffangen.
- Butterschmalz in einem Bräter erhitzen. Das Fleisch kräftig anbraten, dann das abgetropfte Gemüse kurz mitrösten.
- Etwa die Hälfte der Beize angießen und das Fleisch zugedeckt bei mittlerer Hitze für ca. 2 Stunden schmoren. Bei Bedarf mehr Flüssigkeit nachgießen.
- In der letzten halben Stunde die zerbröselten Printen, Rosinen und das Apfelkraut in die Soße geben. Fleisch herausnehmen, Soße abschmecken und anrichten.
Tipps und Variationen
- Lange marinieren: Mindestens 4, besser 5–7 Tage in der Beize – je länger, desto zarter und intensiver. Täglich wenden, damit das Fleisch rundum durchzieht.
- Printen für die Soße: Zerbröselte Aachener Printen oder Lebkuchen binden und süßen die Soße auf die typisch rheinische Art. Inge, eine alte rheinische Köchin, schwor zusätzlich auf einen Extra-Löffel Apfelkraut.
- Süß-sauer abschmecken: Schmeckt die Soße zu sauer, mit etwas mehr Apfelkraut oder Rübenkraut abrunden. Zu mild? Einen Schuss der Beize nachgeben. Sauerbraten lebt von der Balance aus süß und sauer.
- Rosinen mitschmoren: Wer es fruchtiger mag, gibt die Rosinen schon 30 Minuten vor Ende dazu – sie quellen auf und geben der Soße eine natürliche Süße.
- Am nächsten Tag: Sauerbraten schmeckt aufgewärmt fast besser, weil die Aromen weiter durchziehen. In der Soße langsam erwärmen, nicht kochen, damit das Fleisch zart bleibt.
Aufbewahrung und Aufwärmen
Im Kühlschrank: Sauerbraten hält sich in der Soße 3–4 Tage im Kühlschrank und schmeckt aufgewärmt sogar noch besser. Das Fleisch in der Soße langsam erwärmen, damit es zart bleibt.
Einfrieren: Sauerbraten lässt sich hervorragend einfrieren – am besten in Scheiben geschnitten und mit reichlich Soße bedeckt, so bleibt das Fleisch saftig. Bis zu 3 Monate haltbar, über Nacht im Kühlschrank auftauen.
Aufwärmen: Am besten im Topf in der Soße bei milder Hitze erwärmen, bis das Fleisch heiß ist. Die Mikrowelle geht schnell, trocknet den Braten aber leichter aus. Frische Klöße immer separat zubereiten.
| Nährstoff | Pro Portion (ca. 4 Stück) |
|---|---|
| Energie | 520 kcal |
| Fett | 22 g |
| ↳ davon gesättigte Fettsäuren | 9,5 g |
| Kohlenhydrate | 48 g |
| ↳ davon Zucker | 2,8 g |
| Ballaststoffe | 3,2 g |
| Eiweiß | 28 g |
| Salz | 1,8 g |
Wie der süß-saure Klassiker zum Wahrzeichen wurde
Der Rheinische Sauerbraten ist eines der ikonischsten deutschen Gerichte – und seine Geschichte ist umrankt von Legenden. Die populärste besagt, Karl der Große (8. Jahrhundert) habe ihn als Möglichkeit erfunden, Pferdefleisch genießbarer zu machen, indem er es tagelang in Essig einlegte. Tatsächlich wurde der Sauerbraten im Rheinland bis weit ins 20. Jahrhundert oft aus Pferdefleisch zubereitet – heute fast ausschließlich aus Rind.
Was den rheinischen Sauerbraten von anderen regionalen Varianten unterscheidet, sind Rosinen und Lebkuchen in der Soße. Diese süßen Komponenten verleihen die berühmte süß-saure Tiefe. Die Rosinen sind nicht jedermanns Sache – jede rheinische Familie hat eine Meinung dazu. „Mit oder ohne?" ist im Rheinland eine ernste Frage.
Tagelange Marinierung in einem Sud aus Rotwein-Essig, Wurzelgemüse, Lorbeer, Nelken und Pfefferkörnern ist Pflicht. Mindestens 4 Tage, klassisch 7 Tage. Die lange Marinierzeit zerlegt das Bindegewebe vor und sorgt für die unverkennbare Aromatik. Heute ist der Rheinische Sauerbraten Sonntagsklassiker in jeder rheinischen Familie und Wirtshaus-Standard von Köln bis Bonn.
„Der rheinische Sauerbraten ist eine Geduldsprobe. Wer ihn nach 2 Tagen brät, der schmeckt nur die Säure. Erst nach 5-7 Tagen ist die Marinade voll im Fleisch und macht es magisch zart. Die Geduld lohnt sich jedes Mal."
Maria Hoffmann · Rheinische Küche · 18+ Jahre Sauerbraten-ErfahrungWarum Essig das Fleisch zart macht
Die Säure in Essig und Wein hat eine doppelte Funktion: 1) Sie denaturiert die Muskelproteine – das Eiweiß verändert seine Struktur und wird zarter. 2) Sie aktiviert natürliche Enzyme im Fleisch, die das Bindegewebe (Kollagen) langsam abbauen. Nach 4-7 Tagen Marinierung ist das Fleisch deutlich zarter als ohne Marinade. Wichtig: Die Säurekonzentration muss richtig sein – zu sauer (über pH 3) macht das Fleisch trocken, zu mild (über pH 5) bringt keinen Effekt. Klassisches Verhältnis: 1 Teil Essig + 2 Teile Wein + 2 Teile Wasser.
Die 4 häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest
Das Fleisch ist zäh
Zu kurz mariniert (weniger als 4 Tage) oder zu hoch gebraten – Bindegewebe nicht abgebaut.
Lösung: Mindestens 4-5 Tage marinieren, dann bei 140 °C 2,5-3 Std schmoren.Die Soße ist zu sauer
Zu viel Essig in Marinade oder zu wenig süße Komponenten in der Soße.
Lösung: Mehr Lebkuchen (60-80g pro Liter), Rosinen, eventuell Apfelmus oder Honig zur Soße geben.Die Soße bindet nicht
Zu wenig Lebkuchen oder Stärke – Soße bleibt flüssig.
Lösung: Lebkuchen fein zerbröselt und in heißer Soße auflösen lassen, sonst Mehlschwitze.Marinade ist trüb
Das ist normal – Fleischsaft mischt sich mit der Marinade.
Lösung: Marinade vor dem Schmoren durch Sieb gießen, dann für die Soße verwenden.Was am besten dazu passt
Beilage
Kartoffelklöße · Rotkohl
Klassisch Kartoffelklöße und Apfel-Rotkohl. Die rheinische Sonntagstafel.
Wein
Roter Rheinländer · Spätburgunder
Ein trockener Spätburgunder oder Dornfelder aus der Region – passt zur dunklen Soße.
Bier
Kölsch · Altbier
In Köln Kölsch, in Düsseldorf Altbier – die ewige Rivalität, beides perfekt zum Sauerbraten.
Drei moderne Variationen
Der Rheinische Sauerbraten hat zwei klare Schulen: mit oder ohne Rosinen – ein Streitthema in jeder Familie.
Klassisch ohne
Manche Familien lehnen Rosinen ab – sie finden, die Süße kommt vom Lebkuchen genug. Klassische Variante in Aachen.
Historische Variante
Mit Pferdefleisch statt Rind – wie es traditionell war. Sehr selten heute, aber noch in einigen Schlachtereien erhältlich.
24h-Marinade
Mit Vacuum-Beutel und stärkerer Marinade kann man auf 24-48h verkürzen. Nicht klassisch, aber annehmbar.
Karneval- und Sonntagstradition
Klassisches Sonntags- und Festtagsessen in der rheinischen Küche. Besonders zur Karnevalszeit (Februar/März) und zu Weihnachten. Ganzjährig in rheinischen Wirtshäusern.
Maria Hoffmann
Köchin · Rheinische Küche · Schmoraromen-ExpertinMaria hat das Rezept von einer Kölner Wirtin gelernt und die optimale Marinierzeit experimentell ermittelt. Ihre Pro-Rosinen-Position ist umstritten, aber leidenschaftlich vertreten.
- 18+ Jahre Rheinische Küche
- Kölner Wirtin als Lehrmeisterin
- 7-Tage-Marinade verifiziert
- Mit-oder-ohne-Rosinen-Tests
Häufig gestellte Fragen zum Sauerbraten
Wie lange muss Sauerbraten marinieren?
Rheinischer Sauerbraten sollte mindestens 4 Tage, traditionell 5–7 Tage in der Beize marinieren. Je länger das Fleisch in der Essig-Wein-Marinade zieht, desto zarter wird es und desto intensiver der süß-saure Geschmack. Täglich wenden nicht vergessen.
Womit wird die Soße gebunden?
Die typisch rheinische Soße wird mit zerbröselten Aachener Printen oder Lebkuchen gebunden und gesüßt. Dazu kommen Rosinen und ein Löffel Apfel- oder Rübenkraut. Das gibt die charakteristische dunkle, süß-saure Soße.
Welche Beilagen passen zu Sauerbraten?
Klassisch serviert man rheinischen Sauerbraten mit Kartoffelklößen oder Knödeln und Apfelrotkohl. Die Klöße nehmen die reichhaltige Soße perfekt auf. Auch Salzkartoffeln oder Spätzle passen gut.
Welches Fleisch eignet sich für Sauerbraten?
Am besten eignet sich ein gut durchwachsenes Stück vom Rind, etwa aus der Schulter, der Keule oder die Rinderbrust. Diese Stücke werden durch das lange Marinieren und Schmoren besonders zart. Früher wurde im Rheinland traditionell Pferdefleisch verwendet.
Kann man Sauerbraten ohne Rosinen machen?
Ja. Die Rosinen sind typisch für die rheinische Variante, aber Geschmackssache. Lässt man sie weg, wird die Soße weniger süß – dann ruhig mit etwas mehr Apfelkraut oder einer Prise Zucker ausgleichen, damit die Süße-Säure-Balance stimmt.
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