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Deutsche Küche seit 2018 Vol. 47 · Frühjahr 2026
50 Rezepte · 27 Geschichten Hauptredaktion: Maria Hoffmann
Desserts · Deutschland

Fluffiger Kaiserschmarrn.

★★★★★ 4.9 (76 Bewertungen)
Vorbereitung 15 Min
Kochzeit 15 Min
Gesamtzeit 30 Min
Portionen 4
Schwierigkeit Einfach
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Original Fluffiger Kaiserschmarrn Rezept zubereitet - Fluffiger Kaiserschmarrn, Original Rezept, deutsche Küche, kochen, selber machen
NUTRI SCORE
A B C D E

Kaiserschmarrn ist eine süße Mehlspeise mit Butter und Zucker – ein Genuss für besondere Momente, kein Leichtgewicht. In Maßen genossen ein wunderbares Dessert oder süßes Hauptgericht.

Die süße Versuchung aus den Alpen: Ein luftiger, karamellisierter Pfannkuchenteig, zerrissen und mit Puderzucker bestäubt. Perfekt mit Zwetschgenröster.

Sonntags in der Pfanne

Kaiserschmarrn war bei uns immer das Highlight am Wochenende. Die Pfanne kam in die Mitte des Tisches, und mit zwei Gabeln zerrupften wir den goldenen Teig gemeinsam. Dazu ein Berg Puderzucker und warmer Zwetschgenröster – ein Stück Kindheit, das bis heute nach Ferien in den Bergen schmeckt.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Innen fluffig-weich, außen leicht karamellisiert
  • Mit wenigen Zutaten aus dem Vorratsschrank gemacht
  • Süßes Hauptgericht und Dessert in einem – Kinder lieben es

Allergene

⚠️ Ei ⚠️ Milch

Enthält Ei, Milch und Gluten (Weizenmehl). Bitte für Unverträglichkeiten die Zutatenliste prüfen.

Küchengeräte

🫕 Beschichtete Pfanne 🔪 Rührschüssel 🔪 Schneebesen 🥤 Handmixer (für Eischnee) 🥄 Zwei Gabeln (zum Zerreißen)

Zutaten

Für den Kaiserschmarrn

  • 4 Eier
  • 30 g Zucker
  • 300 ml Milch
  • 125 g Mehl
  • 40 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

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Eier trennen & Teig rühren

Eigelb von Eiweiß trennen. Eigelb mit Zucker, Milch, Vanillezucker und einer Prise Salz glatt rühren.

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Eischnee unterheben

Das Mehl nach und nach unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

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In Butter ausbacken

Butter in einer großen Pfanne schmelzen lassen. Den Teig eingießen und bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Unterseite goldbraun ist.

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Zerreißen & karamellisieren

Den Teig wenden, kurz weiterbraten und dann mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke zerreißen. Mit Puderzucker bestreuen und karamellisieren lassen.

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Tipps und Variationen

  • Eischnee ist alles: Das Eiweiß sehr steif schlagen und nur vorsichtig unterheben. Diese Luft macht den Kaiserschmarrn fluffig – wer rührt statt hebt, bekommt einen flachen Pfannkuchen.
  • Rosinen einlegen: Wer Rosinen mag, weicht sie 15 Minuten in Rum oder Apfelsaft ein. So werden sie saftig und aromatisch und werden vor dem Wenden auf den Teig gestreut.
  • Nicht zu früh zerreißen: Den Teig erst stocken lassen, bevor du ihn mit zwei Gabeln zerrupfst. Reißt man zu früh, wird er matschig statt locker.
  • Karamell-Kruste: Zum Schluss etwas Zucker über den Schmarrn streuen und in der Pfanne kurz karamellisieren lassen. Das gibt die typische süße Kruste an den Rändern.
  • Sofort servieren: Kaiserschmarrn schmeckt frisch aus der Pfanne am besten – außen knusprig, innen weich. Mit Puderzucker bestäuben und gleich auftischen.

Aufbewahrung und Aufwärmen

Im Kühlschrank: Frisch schmeckt Kaiserschmarrn am besten. Reste halten sich abgedeckt 1–2 Tage im Kühlschrank, verlieren aber etwas an Luftigkeit. Vor dem Servieren in der Pfanne mit etwas Butter wieder aufwärmen.

Einfrieren: Kaiserschmarrn lässt sich einfrieren, büßt dabei aber etwas Fluffigkeit ein. Portionsweise in Beuteln bis zu 2 Monate haltbar. Im Ofen oder in der Pfanne auftauen und aufwärmen, nicht in der Mikrowelle.

Vorbereiten: Den Teig kann man nicht lange im Voraus machen, da der Eischnee zusammenfällt. Zwetschgenröster oder Apfelmus dagegen lassen sich gut am Vortag kochen und aufbewahren.

Nährwertangaben
Nährstoff Pro Portion
Energie430 kcal
Fett18 g
↳ davon gesättigte Fettsäuren9 g
Kohlenhydrate48 g
↳ davon Zucker20 g
Ballaststoffe2 g
Eiweiß12 g
Salz0,4 g
Geschichte & Tradition

Die süße Mehlspeise des Kaisers

Der Kaiserschmarrn stammt aus der österreichischen Küche und ist heute in ganz Österreich, Bayern und Südtirol beliebt. Der Name geht der Legende nach auf Kaiser Franz Joseph I. zurück, dem die zerrupfte Mehlspeise besonders geschmeckt haben soll.

„Schmarrn" bedeutet im Österreichischen so viel wie „Durcheinander" – und genau das ist er: ein in Stücke zerrissener, karamellisierter Pfannkuchen. Serviert wird er traditionell mit Apfelmus oder fruchtigen Beilagen wie Zwetschgenröster.

Ob als süßes Hauptgericht nach einer Wanderung oder als Dessert im Wirtshaus – Kaiserschmarrn ist ein Stück Alpenkultur. Frisch zubereitet und großzügig mit Puderzucker bestäubt, gehört er zu den beliebtesten Mehlspeisen des deutschsprachigen Raums.

Maria Hoffmann

„Das Geheimnis ist der Eischnee. Ich schlage das Eiweiß immer separat steif und hebe es ganz vorsichtig unter – dann geht der Schmarrn in der Pfanne auf wie ein Soufflé. Und niemals zu früh zerreißen, erst wenn der Teig schön gestockt ist."

Maria Hoffmann · Österreichische Mehlspeisen · 18+ Jahre
🔬
Die Wissenschaft

Warum macht Eischnee den Schmarrn fluffig?

Beim Schlagen von Eiweiß entsteht ein stabiler Schaum aus winzigen Luftbläschen, die von Eiweiß-Molekülen umhüllt werden. Hebt man diesen Eischnee vorsichtig unter den Teig, bleiben die Bläschen erhalten. In der heißen Pfanne dehnt sich die eingeschlossene Luft aus und der Teig geht auf – der Schmarrn wird locker und fluffig. Rührt man das Eiweiß dagegen ein, zerplatzen die Bläschen und der Teig bleibt flach. Trick: Eine Prise Salz oder ein Spritzer Zitrone macht den Eischnee stabiler.

Was schiefgehen kann

Die 4 häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest

!

Schmarrn ist flach

Eischnee zu grob eingerührt statt untergehoben.

Lösung: Eiweiß steif schlagen und nur locker unterheben – nicht glatt rühren.
!

Schmarrn ist matschig

Zu früh zerrissen oder zu wenig ausgebacken.

Lösung: Teig erst stocken lassen, dann zerrupfen und kurz weiterbraten.
!

Außen verbrannt, innen roh

Die Pfannenhitze war zu hoch.

Lösung: Bei mittlerer Hitze ausbacken, lieber etwas länger, damit der Teig durchgart.
!

Keine Karamell-Kruste

Zucker zu spät oder gar nicht zugegeben.

Lösung: Den zerrupften Schmarrn mit Zucker bestreuen und in Butter kurz karamellisieren.
Pairing-Empfehlung

Was am besten dazu passt

🍑

Klassisch

Zwetschgenröster · Apfelmus

Klassisch mit Zwetschgenröster (Pflaumenkompott) oder warmem Apfelmus serviert.

🍓

Fruchtig

Beeren · Preiselbeeren

Frische Beeren oder Preiselbeeren bringen eine säuerliche Note zum süßen Schmarrn.

🍷

Wein

Apfelsaft · Glühmost

Dazu passt ein naturtrüber Apfelsaft oder im Winter ein warmer Glühmost aus den Alpen.

Abwandlungen

Drei moderne Variationen

Den Kaiserschmarrn gibt es in vielen Varianten – mit Rosinen, mit Früchten oder ganz klassisch nur mit Puderzucker.

Klassisch

Mit Rosinen

Die österreichische Originalvariante mit in Rum eingeweichten Rosinen, untergehoben vor dem Wenden.

Pur

Mit Apfel

Dünne Apfelscheiben mit in den Teig geben – als „Apfelschmarrn" besonders saftig und bei Kindern beliebt.

Modern

Glutenfrei

Mit glutenfreiem Mehl oder gemahlenen Mandeln statt Weizenmehl – genauso fluffig und für Allergiker geeignet.

🏔️

Kaiserliche Mehlspeise

Benannt nach Kaiser Franz Joseph I., gehört der Kaiserschmarrn zu den berühmtesten Mehlspeisen Österreichs – beliebt von Wien bis in die Alpen.

Maria Hoffmann

Maria Hoffmann

Köchin · Österreichische Mehlspeisen

Maria hat den Kaiserschmarrn in einer Tiroler Berghütte gelernt. Ihre Tipps zum Eischnee und zum Karamellisieren garantieren ein fluffiges Ergebnis.

  • 18+ Jahre deutsche & österreichische Küche
  • Tiroler Hüttenwirtin als Lehrmeisterin
  • Eier direkt vom Hof
  • Eischnee-Technik perfektioniert

Häufig gestellte Fragen zum Kaiserschmarrn

Warum wird der Eischnee getrennt untergehoben?

Das steif geschlagene Eiweiß macht den Kaiserschmarrn luftig und locker. Wird es vorsichtig unter den Teig gehoben statt eingerührt, bleiben die Luftbläschen erhalten und der Schmarrn geht in der Pfanne schön auf. Rührt man alles glatt, wird er flach und kompakt.

Wie wird Kaiserschmarrn richtig karamellisiert?

Zum Karamellisieren den zerrupften Schmarrn mit etwas Zucker bestreuen und in der heißen Pfanne mit etwas Butter kurz weiterbraten, bis der Zucker goldbraun wird. Dabei mehrmals wenden – so bekommt jeder Bissen die typische süße Kruste.

Mit oder ohne Rosinen?

Beides ist klassisch. In Österreich gehören in Rum eingeweichte Rosinen traditionell dazu, in vielen Familien wird der Kaiserschmarrn aber auch ohne gemacht. Magst du keine Rosinen, lass sie einfach weg – am fluffigen Teig ändert das nichts.

Was passt als Beilage zu Kaiserschmarrn?

Klassisch wird Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster (Pflaumenkompott) oder Apfelmus serviert. Auch Preiselbeeren, Heidelbeerkompott oder einfach nur Puderzucker passen wunderbar. Als süße Hauptspeise braucht er sonst nichts weiter.

Kann man Kaiserschmarrn ohne Eischnee machen?

Man kann, aber dann wird er deutlich kompakter und weniger luftig. Der getrennt geschlagene Eischnee ist das Geheimnis des typisch fluffigen Kaiserschmarrns. Wer es eilig hat, kann die ganzen Eier verquirlen – das Ergebnis ähnelt dann eher einem dicken Pfannkuchen.

Warum heißt es Kaiserschmarrn?

Der Name geht auf den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. zurück. Der Legende nach war die zerrupfte Mehlspeise eine seiner Lieblingsspeisen – daher „Kaiser-Schmarrn". „Schmarrn" bedeutet im Österreichischen „Durcheinander".

Welches Mehl eignet sich am besten?

Klassisch nimmt man glattes Weizenmehl (Type 405). Damit wird der Teig fein und der Schmarrn schön zart. Ein Teil Dinkelmehl gibt mehr Biss. Wichtiger als die Mehlsorte ist der gut untergehobene Eischnee.

Kann man Kaiserschmarrn aufwärmen?

Frisch aus der Pfanne schmeckt er am besten. Reste lassen sich aber kurz in der Pfanne mit etwas Butter wieder aufwärmen, bis sie warm und leicht knusprig sind. In der Mikrowelle wird er schnell weich – die Pfanne ist die bessere Wahl.

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