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Deutsche Küche seit 2018 Vol. 47 · Frühjahr 2026
50 Rezepte · 27 Geschichten Hauptredaktion: Maria Hoffmann
Suppen & Eintöpfe · Deutschland

Deftige Gulaschsuppe.

★★★★★ 4.8 (42 Bewertungen)
Vorbereitung 20 Min
Kochzeit 90 Min
Gesamtzeit 110 Min
Portionen 4
Schwierigkeit Einfach
Kalorien 380 kcal
Direkt zum Rezept ↓
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NUTRI SCORE
A B C D E

Die Gulaschsuppe liefert reichlich Eiweiß aus magerem Rindfleisch sowie Gemüse und Kartoffeln – herzhaft und sättigend. Der Nutri-Score B spiegelt die ausgewogene, eiweißreiche Zusammensetzung wider.

Eine wärmende, kräftige Gulaschsuppe mit zartem Rindfleisch, viel Paprika und Kartoffeln. Ideal für kalte Tage oder große Runden.

Ein echter Klassiker

Eine wärmende, kräftige Gulaschsuppe mit zartem Rindfleisch, viel Paprika und Kartoffeln. Ideal für kalte Tage oder große Runden.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag noch viel besser
  • Eiweißreich, herzhaft und extrem sättigend
  • Super günstig und perfekt für große Familien

Allergene

⚠️ Sellerie (in der Brühe)

Kann je nach Brühe weitere Allergene enthalten. Bitte Zutatenliste prüfen.

Küchengeräte

🫕 Großer Topf (mind. 4L) 🔪 Scharfes Messer 🔪 Schneidebrett 🥄 Holzlöffel 🥄 Schöpfkelle

Zutaten

Für die Suppe

  • 600 g Rindfleisch (Wade/Gulasch)
  • 2 große Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 rote Paprika
  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 1.5 l Rinderbrühe

Gewürze & Abschmecken

  • 3 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL Rosenpaprika (scharf)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Kümmel, gemahlen
  • 1 TL Majoran & 2 Lorbeerblätter
  • 2 EL Schmalz oder Öl

Zubereitung

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Fleisch anbraten

Das Rindfleisch trockentupfen, in mundgerechte Würfel schneiden und im heißen Schmalz portionsweise scharf anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.

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Zwiebeln & Paprika rösten

Zwiebeln und Knoblauch im selben Topf glasig dünsten. Topf kurz vom Herd nehmen, Tomatenmark und Paprikapulver einrühren und nur ca. 30 Sekunden mitrösten – nicht verbrennen, sonst wird es bitter.

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Schmoren

Mit der Rinderbrühe ablöschen, das Fleisch zurückgeben und Kümmel, Majoran sowie Lorbeer zugeben. Zugedeckt bei milder Hitze ca. 60 Minuten sanft schmoren, bis das Fleisch zart ist.

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Paprika & Kartoffeln

Die gewürfelte Paprika und die Kartoffeln zugeben und weitere 25 Minuten kochen, bis alles weich ist. Zuletzt mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Essig herzhaft abschmecken.

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Tipps und Variationen

  • Paprika richtig rösten: Nimm den Topf vom Herd, bevor du das Paprikapulver einrührst. Nur 30 Sekunden in der Restwärme ziehen lassen – so entfalten sich Farbe und Aroma, ohne dass es bitter wird.
  • Das richtige Fleisch: Verwende durchwachsenes Rindfleisch mit Bindegewebe (Wade, Beinscheibe, Schmorbraten). Magere Stücke bleiben zäh, durchwachsene werden beim Schmoren butterzart.
  • Kartoffeln zur Bindung: Ein Teil der Kartoffeln zerfällt beim Kochen und bindet die Suppe ganz natürlich. Für eine sämigere Konsistenz ein paar Würfel am Ende leicht andrücken.
  • Würstchen-Version: In vielen Familien werden zusätzlich Wiener Würstchen in Scheiben geschnitten und in den letzten 5 Minuten mitgekocht. Das ist absolut legitim — besonders Kinder lieben diese Variante.
  • Für mehr Tiefe: Ein Spritzer Sojasauce (ja, wirklich!) am Ende der Kochzeit verstärkt die herzhafte Umami-Note, ohne dass man es als asiatisch wahrnimmt. Mein Geheimtipp für dieses Rezept.

Aufbewahrung und Aufwärmen

Im Kühlschrank: Gulaschsuppe hält sich hervorragend — in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank bleibt sie 3–4 Tage frisch. Sie wird am nächsten Tag sogar besser, weil die Paprika- und Schmoraromen durchziehen. Beim Aufwärmen bei Bedarf etwas Brühe zugeben, falls die Suppe durch die Kartoffeln dickflüssiger geworden ist.

Einfrieren: Gulaschsuppe lässt sich perfekt einfrieren — bis zu 3 Monate in portionsgerechten Behältern. Tipp: Nicht bis zum Rand füllen, die Suppe dehnt sich beim Einfrieren aus. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und auf dem Herd bei mittlerer Hitze erwärmen.

Meal Prep: Dieses Rezept ist ideal zum Vorkochen für die Arbeitswoche. In Gläser mit Schraubverschluss füllen, morgens eine Portion mitnehmen und im Büro in der Mikrowelle 3–4 Minuten erwärmen. Petersilie erst beim Servieren hinzufügen — so bleibt sie frisch und grün.

Nährwertangaben
Nährstoff Pro Portion
Energie380 kcal
Fett18 g
↳ davon gesättigte Fettsäuren6,5 g
Kohlenhydrate26 g
↳ davon Zucker7 g
Ballaststoffe5 g
Eiweiß32 g
Salz2,2 g
Geschichte & Tradition

Wie das ungarische Hirten-Essen Europa eroberte

Die Gulaschsuppe stammt ursprünglich aus Ungarn – der Name kommt vom ungarischen „gulyás" (Hirte). Schon im Mittelalter kochten ungarische Hirten in der Puszta einen einfachen Eintopf aus Rindfleisch, Zwiebeln und scharfem Paprika in einem großen Kessel über offenem Feuer. So entstand der „Gulyás-leves" – die Hirtensuppe.

Mit den österreichisch-ungarischen Handelsbeziehungen kam das Gericht im 18. Jahrhundert nach Wien, München und Bayern. Hier wurde es adaptiert: Statt mit reinem ungarischen Paprika oft mit milderen Sorten, etwas weniger scharf, mit zusätzlichen Kartoffeln. Die Kuk-Monarchie machte die Gulaschsuppe zum Allgemeingut der ostmitteleuropäischen Küche.

Heute ist die Gulaschsuppe in ganz Deutschland, Österreich und Tschechien ein Wirtshaus-Klassiker. Mit ihrer kräftigen Paprika-Tiefe, dem zarten Rindfleisch und der herzhaften Konsistenz ist sie das perfekte Wärmeessen für kalte Tage. In Bayern wird sie oft mit einem dunklen Bier serviert, in Wien zur Melange.

Maria Hoffmann

„Bei der Gulaschsuppe ist das Geheimnis das Anrösten des Paprikas. Das Paprikapulver wird im Öl kurz mitgebraten – aber nicht zu lange, sonst wird es bitter. Diese 30 Sekunden machen den Unterschied zwischen mediokrer und großartiger Gulaschsuppe."

Maria Hoffmann · Donaumonarchie-Küche · 18+ Jahre
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Die Wissenschaft

Warum Paprikapulver geröstet werden muss

Paprikapulver ist mehr als nur Farbe – es ist die Geschmacksbasis der Gulaschsuppe. Beim kurzen Anrösten in heißem Öl (30 Sekunden) lösen sich die fettlöslichen Aromen und Carotinoide aus dem Pulver. Diese Verbindungen sind in Wasser kaum löslich – ohne Anrösten bleibt der größte Teil ihres Aromas eingeschlossen. Aber Vorsicht: Über 50 Sekunden oder bei zu hoher Hitze verbrennt das Capsaicin und wird bitter. Trick: Öl heiß, Topf vom Herd nehmen, Paprika einrühren, 30 Sek warten, dann sofort mit Brühe ablöschen.

Was schiefgehen kann

Die 4 häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest

!

Suppe schmeckt bitter

Paprika zu lange oder zu heiß geröstet.

Lösung: Paprika nur 30 Sek im warmen Öl, sofort mit Flüssigkeit ablöschen.
!

Fleisch ist zäh

Zu kurz gekocht oder falsches Stück (zu mager).

Lösung: Rindfleisch mit Bindegewebe (Wadschunken, Beinscheibe) verwenden, 2-2,5 Std köcheln.
!

Suppe ist zu dünn

Zu wenig Paprika oder zu viel Brühe.

Lösung: Mehr Paprikapulver (3-4 EL für 4 Personen) und Kartoffeln zur Bindung dazugeben.
!

Zu scharf

Nur Rosenpaprika (scharf) verwendet.

Lösung: Mischen: 2/3 edelsüßer Paprika + 1/3 Rosenpaprika für die Balance.
Pairing-Empfehlung

Was am besten dazu passt

🍞

Brot

Bauernbrot · Roggenbrot

Frisches Bauernbrot oder dunkles Roggenbrot zum Tunken in die kräftige Suppe.

🍷

Wein

Ungarischer Rotwein · Bull's Blood

Klassisch ein ungarischer Egri Bikavér („Bull's Blood") oder kräftiger Dornfelder – passen zum kräftigen Paprika.

🍺

Bier

Dunkles Bier · Pilsner

Ein dunkles bayerisches Märzen oder ein Pilsner – die Bittere schneidet das Paprika-Reichhaltige.

Abwandlungen

Drei moderne Variationen

Die Gulaschsuppe hat in jeder Region ihre eigene Variante – ungarisch, österreichisch, bayerisch.

Ungarisch

Pikanter Gulyás

Mit mehr Rosenpaprika, scharfem Cherry-Paprika und weniger Kartoffeln – authentisch ungarisch und scharf.

Wiener

Mit Kümmel

Wiener Variante mit zusätzlichem Kümmel und etwas Knoblauch – aromatischer, würziger.

Bayerisch

Mit Würstchen

Bayerische Variante mit zusätzlichen Würstchen-Stücken in der Suppe – sättigender, alltagstauglich.

🍲

Winterklassiker

Klassisches Winter- und Herbstgericht – wärmend, sättigend. In Wien, Budapest, München und Berlin gleichermaßen beliebt. Auch zu Volksfesten und Stockwerkpartys.

Maria Hoffmann

Maria Hoffmann

Köchin · Mitteleuropäische Küche

Maria hat die Gulaschsuppe in Budapest, Wien und München in verschiedenen Variationen probiert. Ihr Rezept kombiniert die besten Elemente aller drei Schulen für maximale Tiefe und Authentizität.

  • 18+ Jahre Mitteleuropa-Küche
  • 3 Länder studiert (HU, AT, DE)
  • Paprika-Röst-Technik perfektioniert
  • 40+ Mal nachgekocht

Häufig gestellte Fragen zur Gulaschsuppe

Was ist der Unterschied zwischen Gulasch und Gulaschsuppe?

Gulasch ist ein dickflüssiger Schmortopf mit viel Fleisch und wenig Flüssigkeit, der als Hauptgericht mit Beilage serviert wird. Die Gulaschsuppe ist die suppigere, leichtere Variante mit mehr Brühe, Kartoffeln und Gemüse – sie wird als wärmende Vorspeise oder eigenständiges Gericht gegessen. Würzung und Grundtechnik (angeröstetes Paprika, geschmortes Rind) sind in beiden Fällen identisch.

Warum wird mein Paprikapulver bitter?

Paprikapulver enthält viel Zucker und wird bei großer Hitze schnell bitter und verbrennt. Der Trick: Den Topf vom Herd nehmen, das Pulver in das heiße – aber nicht mehr kochende – Fett einrühren und nur etwa 30 Sekunden ziehen lassen, bevor du sofort mit Brühe ablöschst. So lösen sich Farbe und Aroma, ohne dass Bitterstoffe entstehen.

Welche Kartoffeln nehme ich für Gulaschsuppe?

Festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln sind ideal – sie behalten beim Schmoren ihre Form und zerfallen nicht zu Brei. Ein kleiner Teil darf ruhig zerfallen, das bindet die Suppe schön sämig. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen dagegen komplett und machen die Suppe breiig.

Kann man Gulaschsuppe vegetarisch machen?

Ja. Statt Rindfleisch kräftige Pilze (zum Beispiel Kräuterseitlinge) oder Sojaschnetzel verwenden und mit Gemüsebrühe statt Rinderbrühe arbeiten. Geräuchertes Paprikapulver bringt zusätzliche Tiefe. Die Paprika-Zwiebel-Basis bleibt gleich – so schmeckt auch die vegetarische Version herzhaft und vollmundig.

Was passt als Beilage zur Gulaschsuppe?

Klassisch passt frisches Bauernbrot oder dunkles Roggenbrot zum Tunken. In Ungarn reicht man oft Csipetke (kleine Teignocken) direkt in der Suppe. Ein Klecks Schmand oder Sauerrahm und frische Petersilie runden den Teller ab. Wer es deftiger mag, serviert die Suppe mit einem dunklen Bier.

Welches Fleisch ist am besten?

Klassisch Rindfleisch mit Bindegewebe: Wadschunken, Beinscheibe, Schmorbraten. Diese Stücke werden beim langen Kochen zart. 500-700g für 4 Personen.

Welches Paprikapulver?

Mischung aus edelsüßem ungarischem Paprika (mild, fruchtig) und etwas Rosenpaprika (scharf). Verhältnis 2:1. Ungarische Marken wie Szegedi sind authentisch.

Kann ich die Suppe einfrieren?

Ja, hervorragend. Gulaschsuppe wird beim Erhitzen sogar besser – die Aromen ziehen. Hält 3 Monate eingefroren. In Portionen einfrieren für die kalten Tage.

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