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REZEPTE KOSMOS DEUTSCHE KÜCHE & TRADITION · SEIT 2026
Berlin & Brandenburg Mit Fleisch Hauptgericht
Traditionelle Hausmannskost · Berlin & Brandenburg

Kasseler Rippenspeer mit Weinsauerkraut.

Vorbereitung 25 Min
Kochzeit 65 Min
Gesamtzeit 90 Min
Portionen 4
Schwierigkeit Mittel
Kalorien495 kcal
Direkt zum Rezept ↓
Kasseler Rippenspeer im Bräter mit Sauerkraut
NUTRI SCORE
A B C D E

Der Nutri-Score B belegt: Mageres, proteinreiches Kasselerfleisch kombiniert mit milchsauer vergorenem Sauerkraut liefert wertvolles Vitamin C, Ballaststoffe und wichtige B-Vitamine bei moderatem Fettgehalt.

Kasseler Rippenspeer ist ein traditioneller Fleischzuschnitt aus der gepökelten und mild über Buchenholz geräucherten Schweinerippe. Im geschlossenen Schmortopf auf einem Bett aus Sauerkraut, säuerlichen Äpfeln, Wacholder und Zwiebeln gegart, bleibt das Fleisch unvergleichlich saftig und zart.

Berliner Schmortradition im gusseisernen Bräter

Kaum ein Gericht verkörpert die herzhafte nord- und ostdeutsche Küche so vollendet wie der traditionelle Kasseler Rippenspeer. Während gewöhnlicher Kasseler Nacken oft in Scheiben gebraten wird, ist der Rippenspeer am Knochen das unbestrittene Prunkstück für Festtage und sonntägliche Familienessen.

Der Ursprung des Kasselerfleisches führt der Überlieferung nach auf den Berliner Fleischermeister Cassel im 19. Jahrhundert zurück, der das sanfte Pökeln und Räuchern des Kotelettstrangs perfektionierte. Durch das Garen am Knochen im gusseisernen Bräter bleibt der Rippenspeer saftig und nimmt die feinen Aromen von Schmorzwiebeln, Lorbeer und Apfelstücken intensiv auf.

Das Weinsauerkraut schmort direkt im Bratensaft mit und verliert dabei seine spitze Säure. Das Ergebnis ist eine harmonische Liaison aus milder Rauchnote, herzhaftem Fleisch und samtigem Kraut – pure Berliner Wirtshauskultur für den heimischen Esstisch.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Fleisch bleibt dank Schmoren am Rippenknochen wunderbar mürbe und saftig
  • Sauerkraut schmort direkt im Bräter mit und saugt die herzhaften Raucharomen auf
  • Säuerliche Äpfel und ein Schuss Weißwein sorgen für die perfekte geschmackliche Balance
  • Hervorragend am Vortag vorzubereiten – schmeckt aufgewärmt noch intensiver

Allergene

⚠️ Schwefeloxid / Sulfite (Weißwein)

Bitte beachte die Informationen zu Allergenen und Unverträglichkeiten.

Küchengeräte

🥘 Gusseiserner Bräter mit Deckel 🔪 Scharfes Tranchiermesser 🪵 Schneidebrett 🥄 Holzkochlöffel

Zutaten

Personen

Für den Kasseler Rippenspeer

  • 1200 g Kasseler Rippenspeer am Stück (mit Knochen)
  • 2 EL Butterschmalz oder Pflanzenöl
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 250 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
  • 150 ml trockener Weißwein (z.B. Riesling oder Silvaner)

Für das geschmorte Weinsauerkraut

  • 800 g frisches Weinsauerkraut (abgetropft)
  • 1 säuerlicher Apfel (z.B. Boskoop oder Elstar)
  • 5 Wacholderbeeren (leicht angedrückt)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Pimentkörner
  • 1 TL Kümmelsaat (ganz)
  • 1 TL Honig oder brauner Zucker
  • 1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung: So geht’s

Vorbereiten & Anbraten

Den Kasseler Rippenspeer unter kaltem Wasser kurz abspülen und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Die Zwiebeln schälen und in grobe Würfel schneiden. In einem schweren Bräter das Butterschmalz erhitzen und das Fleisch von allen Seiten bei mittlerer bis hoher Hitze 4–5 Minuten goldbraun anbraten. Das Fleisch herausnehmen und kurz beiseitestellen.

Sauerkraut & Gewürze ansetzen

Im verbliebenen Bratfett die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Den Apfel schälen, entkernen, raspeln oder würfeln und dazugeben. Das Sauerkraut mit einer Gabel etwas auflockern und unterrühren. Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Pimentkörner, Kümmel und einen Teelöffel Honig hinzufügen. Mit Weißwein und Brühe ablöschen.

Im Bräter sanft schmoren

Den angebratenen Kasseler Rippenspeer mit den Knochen nach unten mittig in das Sauerkrautbett setzen. Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Bräter mit dem Deckel fest verschließen und im unteren Ofendrittel für ca. 60 Minuten sanft schmoren lassen, bis das Fleisch butterweich ist.

Tranchieren & Servieren

Den Bräter aus dem Ofen nehmen. Den Rippenspeer herausheben und auf einem Schneidebrett entlang der Knochen in saftige Koteletts tranchieren. Das Weinsauerkraut mit etwas Pfeffer abschmecken und auf vorgewärmten Tellern mit Petersilienkartoffeln oder fluffigem Kartoffelpüree servieren.

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Tipps und Variationen

  • Knusprige Schwarte gewünscht?: Wenn Sie eine knusprige Kruste bevorzugen, nehmen Sie die letzten 10 Minuten der Garzeit den Bräterdeckel ab und schalten Sie die Grillfunktion des Ofens bei 200 °C ein.
  • Sauerkrautreste verwerten: Übrig gebliebenes Kraut schmeckt am nächsten Tag noch aromatischer. Es eignet sich hervorragend als Belag für herzhafte Schupfnudel-Pfannen oder einen deftigen Flammkuchen.

Aufbewahrung und Aufwärmen

Im Kühlschrank: Abgedeckt im Kühlschrank 2–3 Tage frisch haltbar.

Aufknuspern / Aufwärmen: Bei mittlerer Hitze im Ofen oder in der Pfanne schonend aufwärmen.

Nährwertangaben
Nährstoff Pro Portion
Energie495 kcal
Fett22 g
↳ davon gesättigte Fettsäuren7.8 g
Kohlenhydrate16 g
↳ davon Zucker8.5 g
Eiweiß48 g
Salz3.8 g
Kulinarische Geschichte

Tradition & Herkunft

Kaum ein Gericht verkörpert die herzhafte nord- und ostdeutsche Küche so vollendet wie der traditionelle Kasseler Rippenspeer. Während gewöhnlicher Kasseler Nacken oft in Scheiben gebraten wird, ist der Rippenspeer am Knochen das unbestrittene Prunkstück für Festtage und sonntägliche Familienessen.

Der Ursprung des Kasselerfleisches führt der Überlieferung nach auf den Berliner Fleischermeister Cassel im 19. Jahrhundert zurück, der das sanfte Pökeln und Räuchern des Kotelettstrangs perfektionierte. Durch das Garen am Knochen im gusseisernen Bräter bleibt der Rippenspeer saftig und nimmt die feinen Aromen von Schmorzwiebeln, Lorbeer und Apfelstücken intensiv auf.

Das Weinsauerkraut schmort direkt im Bratensaft mit und verliert dabei seine spitze Säure. Das Ergebnis ist eine harmonische Liaison aus milder Rauchnote, herzhaftem Fleisch und samtigem Kraut – pure Berliner Wirtshauskultur für den heimischen Esstisch.

Rezepte Kosmos Redaktion

„Mit frischen Zutaten und etwas Geduld gelingt dieser Klassiker der deutschen Küche garantiert.“

Rezepte Kosmos Redaktion · Rezepte Kosmos Redaktion
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Die Wissenschaft

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Regionale Kochkultur

Traditionelle Rezepturen spiegeln die jahrhundertealte Esskultur der Region wider.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange muss Kasseler Rippenspeer im Backofen schmoren?

Ein Rippenspeer von ca. 1 bis 1,2 kg benötigt bei 160 °C Ober-/Unterhitze im geschlossenen Bräter etwa 60 bis 70 Minuten. Die Kerntemperatur sollte bei rund 68 bis 70 °C liegen, damit das Fleisch mürbe und zart bleibt.

Muss man Kasseler Rippenspeer vor dem Garen salzen?

Nein, auf keinen Fall. Kasseler ist bereits gepökelt und enthält genügend Salz. Schmecken Sie stattdessen nur das Sauerkraut am Ende der Garzeit mit Pfeffer und eventuell etwas Apfelsüße ab.

Welche Beilagen passen am besten zu Kasseler Rippenspeer?

Klassisch harmonieren cremig geschlagenes Kartoffelpüree, Salzkartoffeln mit gehackter Petersilie oder knusprige Bratkartoffeln. Ein kräftiger Senf rundet das Gericht ab.

Wissen & Hintergrund

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